Sonnenstrahlen #70

  • Auch Mittagsschlaf machen 🙂
  • Mich mit Ri treffen
  • Viel draußen zu sein
  • Spontan mit der Nachbarin spazieren gehen
  • Dass meine Eltern zum ersten Mal für eine Stunde auf Hope aufpassen (während sie eigentlich schläft, wobei sie wohl weinend aufgewacht ist. Aber meine Mutter meinte, sie habe das schon hinbekommen:-))
  • Was nähen
  • Fotos von Hope und ihrem Babyspeck machen und sichten
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Stillgeschichten #5

Wie gesagt, bis Mitte Januar lief unsere Stillbeziehung in der Form ab: anlegen, dann Flasche hinterher.

Im Januar begann Hope während der Stillens nicht mehr nur zu trinken, sondern sich zunehmend abzudocken und mich anzuschauen. Sie schaute mich an, wartete, ob ich zurückschaute und lachte dann. Oder sie musste mir unbedingt was „erzählen“ und plauderte ein bisschen mit mir. Irgendann begann sie wieder den Mund aufzusperren und „ah ah ah“ zu machen und dockte wieder an.

Das war echt süß und ich hab es sehr genossen. Oft saßen wir da 20-30 min rum, da zwischendrin immer wieder geplaudert wurde 🙂 Von mir aus hätte das ewig so weitergehen können.

Mitte Januar begann sie allerdings von einem Tag auf den anderen zu kreischen wie am Spieß, wenn ich sie anlegen wollte und wollte partout nicht mehr andocken. Am ersten Tag war´s dann schon wieder ein leichter Milchstau, da sie den ganzen Tag nicht trinken wollte. Aber der hat sich dann mit der Pumpe abends gut gelöst. Die nächsten Tage war´s das gleiche, aber abends beim Pumpen kommt zunehmend weniger.

In der Nacht lässt sie sich nach wie vor anlegen, allerdings tatsächlich nur, wenn´s wirklich Nacht ist. Um 5 Uhr in der Früh ist sie schon wacher und dann dockt sie auch meist nicht mehr an.

Ich glaube, wir sind hier gerade am endgültig Abstillen, denn in der Nacht schlaf ich lieber als zu kuscheln :-). Sie hat letzte Nacht einmal bei mir getrunken (+Flasche). Zusätzlich hab ich noch einmal abends abgepumpt. Aber mehr nicht mehr. Seit dem Wochenende leg ich sie auch nachts nicht mehr an. Und heute hab ich angefangen, Salbeitee zu trinken. Ich denke, ich werde jetzt schön langsam versuchen, das Abpumpen abends auch wegzulassen.

Ich finde es schon schade, dass sie untertags gar nicht mehr gestillt werden will, aber ich bin trotzdem dankbar, dass wir den „Mittelweg“ mit Stillen und Flasche solange es möglich war durchgezogen haben, denn ich habe es sehr genossen.

Und Hope ist jetzt ein kugelrundes, quietschfideles, manchmal sehr lautes Kind 🙂

Stillgeschichten #4

Nachdem wir begonnen hatten massiv zuzufüttern, bin ich ja trotzdem nochmal zu einer Stillberaterin. Diese meinte, dass das gar nicht gehe, wie das gelaufen ist und Babys zunehmen müssen! Und dass immer wenn sie jemanden aus dieser Gegend hier bekäme, diejenige von der besagten Hebamme käme. Und wenn ich wolle, könne ich die Hebamme beim Hebammenverbund melden, da das unverantwortlich sei, was da gelaufen ist. Hab ich jetzt nicht gemacht, aber ich hab auch seitdem nicht wieder mit der Hebamme gesprochen. Das würde ich eigentlich noch gern machen, aber am liebsten dann, wenn mein Mann auch Zeit hat. Und irgendwie drück ich mich doch immer wieder davor.

Die Stillberaterin meinte, ich könne den Milchfluss anregen durch Mariendistel-Tonikum (besser als Bockshornkleesamen) und durch pumpen, pumpen, pumpen. 100 min pro Tag. Davon einmal „Power-Pumping“ – sprich innerhalb einer Stunde 5-10min pumpen, 5-10min Pause, 5-10min pumpen, 5-10min Pause usw. Außerdem einmal in der Nacht zwischen 2 und 5 Uhr.

Das hab ich eine Weile durchgezogen, ca 2 Wochen lang. Zusätzlich hab ich Hope nach wie vor angelegt und dann gabs halt die Flasche hinterher.

Das Pumpen lief recht zäh und es kam trotz des intensiven Pumpens wenig Milch – ca 120 ml pro Tag!

Irgendwann hab ich dann aufgehört. Es war eine leichte Steigerung erkennbar, aber zum Vollstillen wären wir eh nicht mehr gelangt.

Dafür trank Hope zunehmend besser. Manchmal hatt ich das Gefühl, es gluckert richtig, wenn sie trank. Ich hab sie dann auch nochmal vor und nach dem Stillen gewogen und sie trank ca 50ml in 5min. Die Woche vorher hatten wir für die gleiche Menge 1h oder länger gebraucht!

So lief unsere Stillbeziehung bis Mitte Januar weiter. Wenn ich daheim war, hab ich sie angelegt und dann gab´s die Flasche hinterher. So kriegte sie einerseits noch etwas Muttermilch ab und andererseits hatten wir beide noch was vom Kuschelfaktor. Allerdings merkte ich schon, dass ab Weihnachten weniger Milch kam. Vermutlich haben mich die ganzen Familienbesuche doch eher gestresst…

Ich pumpte weiterhin. Allerdings einfach nur einmal am Tag und oft nur so 5 Minuten. Meist abends, wenn Hope schon eine Weile schlief und folglich schon länger nicht mehr getrunken hatte. Der „Ertrag“ war meist so 80ml, verringerte sich allerdings seit Weihnachten auf eher 50ml.

Teil 5 mit dem aktuellen Stand der Dinge folgt…

 

Sonnenstrahlen #69

  • Das Abendrot bewundern
  • Viel kochen. Das klappt immer besser. Sowohl von meinem Zeit-Management (teilweise fang ich halt schon um neun in der Früh an zu schnippeln, sodass ich später nur noch alles zusammen schmeißen muss) wie auch mit Hope: man kann sie jetzt gut vor der Küche anlegen und sie guckt auch mal 20 min zu, was ich da so mache…
  • Selbst auch Mittagsschlaf machen
  • Zum Rückbildungs-Yoga gehen und die kleine Auszeit für mich sehr genießen
  • Fotos von Hope bestellen und aufhängen
  • Schöne Abende mit meinem Mann und zum ersten Mal seit Hopes Geburt wieder zusammen Fernseher geschaut
  • Im Bad um- und aufgeräumt. Putzmittel nach oben, einen neuen Waschbecken-Unterschrank aufgebaut, aussortiert… Ich hatte da echt Lust drauf und auch wenn’s noch ne Zeit dauert, bis Hope krabbelt und Schränke ausräumt: jetzt hab ich noch Zeit und Lust umzuräumen und es ist noch kein Muss

Einen schönen Abend noch! Hope schläft gerade ein und ich pass noch ein bisschen auf und dann geh ich wieder ins Wohnzimmer zum Raclette mit Freunden

Stillgeschichten #3

Hier wurde es in letzter Zeit ja recht ruhig, mal abgesehen von den Sonnenstrahlen, die ich nach wie vor versuche, jeden Sonntag zu schreiben.

Und jetzt musst ich erstmal selber nachlesen bei Stillgeschichten #2, wo ich stehen geblieben war :-).

Inzwischen ist Little Hope 4 Monate und 2 Woche alt und bei Stillgeschichten #2 war sie 6 Wochen alt. In der Zwischenzeit ist viel passiert und ich bin im Nachhinein immer noch traurig darüber, wie es gelaufen ist.

Wir hatten dann ja eine Woche lang zugefüttert und Little Hope nahm 220g zu. Wir haben zwischendrin auch mal alternative Zufütterungsmethoden ausprobiert wie bspw. mit dem Becher, aber mein Mann hat da nur geschimpft und es war schwierig, das alleine durchzuziehen. Danach hab ich versucht das Zufüttern wieder auszuschleichen, da ich Angst hatte, dass nicht genug Milch produziert wird. Hope hat dann allerdings wieder nur 100g in der Woche zugenommen 😦

Ich war bei Milchstau Nr. 14 angelangt und das Stillen dauerte inzwischen 2h. Es war nur noch Stress für alle Beteiligten. Das war Mitte/Ende Oktober. Mein Mann stresste mich, weil er meinte, ich soll nicht so lang stillen. Ich meinte, sie darf so lang trinken wie sie will und im Endeffekt war ich nur noch aufs Stillen fixiert und achtete bei jedem Anlegen nur noch darauf, ob sie trinkt und schluckt.

Am 22.10. waren wir bei der U3 beim Kinderarzt und ich wies ihn auch auf die Gewichtsentwicklung hin und dass sie seit einer Woche nicht zugenommen hat. Er meinte, wenn ich es ihm jetzt nicht explizit gesagt hätte, hätte er da jetzt gar nicht drauf geachtet, denn im Schnitt hat sie pro Woche 100g zugenommen. Er fragte auch, ob wir eine Hebamme hätte, die nochmal kommen würde. Ja, hatten wir.

Die Hebamme war am 29.10. nochmal da. Beim Wiegen stellten wir fest, dass Hope inzwischen seit 2 Woche nicht zugenommen hatte. Hope hatte dann auch Schleim im Stuhl und man hat die Fontanelle deutlich gespürt. Ich hab die Hebamme jedes Mal, wenn sie da war darauf angesprochen.

Die Hebamme meinte aber nur, das könne schon mal sein und empfahl uns eine Homöopathin um Hope auf Lebensmittelallergien testen zu lassen. Die Hebamme meinte auch, dass sie ja jetzt nicht mehr kommen brauche, da alles okay sei. Ich wies sie wieder auf die Fontanelle hin und dass Hope beim Trinken immer wieder abdocken würde. Sie wiederholte, dass das schon mal vorkommen könne und normal sei. Und dass wenn ein Kind dehydriert sei, es mehrere Anzeichen bräuchte – nicht nur die Fontanelle (z.B. auch noch spröde Lippen). Die Hebamme meinte, ich könne ja zufüttern, damit ich nicht mehr so gestresst sei.

2 Tage später hatte Hope wieder Schleim im Stuhl und ich bin dann nochmal zum Kinderarzt. Außerdem fühlte sich Hope so dünn an, dass ich selbst beschloss, so kann es nicht weitergehen und Prenahrung zuzufüttern. Der Kinderarzt meinte, dass es wohl ein Stillproblem sei und wir etwas zufüttern sollen, dann würde sie schon kräftig genug werden, um stärker und schneller zu trinken. Am Nachmittag hatte ich dann zufällig noch einen Osteopathentermin und der meinte, dass Hope zu wenig Flüssigkeit hatte. Da bekam ich richtig Angst und wir haben dann begonnen massiv zuzufüttern.

Außerdem empfahl uns der Kinderarzt 24 h lang Stillproben zu machen und Hope vor und nach jedem Stillen zu wiegen. Wir hatten eine analoge Babywaage noch von meiner Mutter zu Hause und gingen das Projekt dann 3 Tage später an. Es stellte sich heraus, dass Hope bei jedem Stillen nur so 40 ml trank. In einer Stunde! Ich vermute allerdings, dass während der Stillprobe nochmal weniger kam als vorher als die Tage, weil das einfach alles so ein Stress war. Insgesamt war ich sehr traurig zu der Zeit, weil ich das Gefühl hatte, mein Kind nicht satt zu bekommen.

Ich war dann die Woche drauf nochmal bei einer Stillberaterin, aber eigentlich war es da schon zu spät. Wenn ich eine oder zwei Wochen eher hingegangen wäre, wäre vermutlich noch etwas zu machen gewesen. Aber zu dem Zeitpunkt nahm Hope schon 3/4 bis 4/5 ihres Tagesbedarfes über Prenahrung auf.

Im Nachhinein gibt es viele Punkte an denen ich denke, ich hätte es selber merken müssen:

  • dass Hope ab dem 1. Milchstau mehr weinte (vorher war alles super)
  • an der Fontanelle
  • am  Nicht-an-der-Brust-bleiben

Aber ich habe einfach auf die Hebamme vertraut und die meinte ja, es sei alles okay. Sie erklärte das Weinen mit Verarbeitung und Bauchweh. Und die anderen Sachen seien auch normal. Und ich habs hingenommen und geglaubt.

Rückblickend macht mich das alles sehr traurig und wütend, denn ich hatte ja immer wieder das Gefühl, dass das nicht passt, aber ich hab mein Gefühl überhört… Und wenn ich das alles aufschreibe, kann ich gar nicht glauben, wie leichtgläubig und blöd ich war!

Fortsetzung folgt

 

Sonnenstrahlen #68

  • Lange Spaziergänge durch unser Winter-Wonderland hier
  • Frühstück mit Freunden
  • Ri und ihre Familie besuchen
  • Unser erster Musikkurs – Singen findet Little Hope meist toll und lacht oder kräht mit. Und die Kursleitung hat das echt toll gemacht!
  • Dass Vieles mit Little Hope diese Woche echt gut geklappt hat. War zwar oft eher zufällig, dass ihre Schlafenszeiten und die Unternehmungen zusammen gepasst haben, aber das macht ja nichts 🙂
  • Nach langer Zeit wieder mit einer Freundin als HH telefoniert, die Anfang November Zwillinge bekommen hat. Ich denk oft an sie und stell mir das Leben mit Zwillingen schon nochmal eine besondere Herausforderung vor.
  • Zum ersten Mal im Rückbildungs-Yoga gewesen und einige Leute wieder getroffen, die ich noch vom Schwangerschafts-Yoga kenne

4 Monate Little Hope

Ich hab grad mal geschaut und gesehen, dass der letzte Bericht „1 Monat Little Hope“ war. Ähm, nun ja.

Letzter Stand der Dinge bei der U4 in der Woche vor Weihnachten: 6,4 kg, 61 cm und 41 cm Kopfumfang. Inzwischen dürfte sie ca. 7 kg wiegen. Die Bodies passen auch schon in Größe 68/74 – je nachdem wie sie ausfallen. Ansonsten hat Little Hope so zwischen 62 und 68.

Den ersten Babyschnupfen hat sie auch überstanden  – aber seitdem wird sie schon immer ganz zappelig, wenn sie nur den Staubsauger hört und denkt, es könnte ans Absaugen gehen :-).

Am Abend bringt mein Mann sie oft ins Bett. Sie hatte eine Zeit, da hat sie von 19 Uhr bis 3 Uhr morgens geschlafen und dann kam sie wieder so um 6 rum. Das ist leider vorbei. Letzte Nacht war wieder um halb 12, halb 4 und halb 6 – danach war die Nacht vorbei für sie. U.a. auch deswegen, da sie plötzlich Fontänen gespuckt hat – das macht sie seit einer Woche immer wieder mal, v.a. in der Früh. Irgendwie übernimmt sie sich da ode rich weiß auch nicht…

Untertags ist sie so 2h am Stück wach – hält aber auch länger durch, wenn was los ist. In der Nacht schläft sie gepuckt neben mir im Beistellbett, untertags meistens im Tuch. Wir haben ein elastisches Tuch und einen Sling und nutzen beides meist lieber als die Trage. Heute hab ich sie zum ersten Mal auch in der Fräulein Hübsch auf dem Rücken getragen – auch sehr praktisch. Das werd ich jetzt vielleicht mal öfter probieren.

Sie greift recht gezielt nach Dingen, v.a. der O-Ball ist ihr Liebling. Den versucht sie sich auch ständig in Mund zu stecken und macht dann „Ah ah ah“, weil er halt nach wie vor einfach nicht reinpasst 🙂

Sie „unterhält“ sich jetzt richtig mit uns und lacht ganz viel. Zwischendrin testet sie auch wie gut sie quietschen und manchmal auch wie laut sie kreischen kann.

Oft steckt sie jetzt auch ihr Hand in den Mund und kaut ausgiebig auf ihren Fingern rum – aber von Zähnen ist noch nichts zu sehen.

Einmal hat sie sich aus Versehen vom Bauch auf den Rücken gedreht. Da wollte sie wohl nach einem Spielzeug greifen und ist umgeplumpst. Aber sonst ist da noch nix zu sehen von wegen drehen. Einzig wie ein Uhrzeiger auf dem Boden dreht sie sich – durch Strampeln und Hüft-Kippen.

Es gibt Tage, da ist sie völlig entspannt und sie weint so gut wie gar nicht. Und dann gibt es Tage, da weint und kreischt sie erstmal, wenn sie eigentlich Hunger hat. Und auch wenn sie die Flasche bereits an den Lippen hat, schreit sie noch weiter, bis sie irgendwann checkt: „Eigentlich ist doch alles schon wieder ok und ich kann essen.“ Seit neuestem hält sie die Flasche auch selber mit fest und schiebt sie raus aus dem Mund, um sie dann gleich wieder zu nehmen. Man merkt richtig, wie sie da testet.

Insgesamt ist sie immer wacher und wenn wir irgendwo sind, wird ausgiebig geguckt. Das hat man z.B. an Weihnachten gemerkt. Da hat sie dann nicht geplaudert als wir bei meinen Eltern waren, weil es so viel Neues zu sehen gab. Erst als wir wieder daheim waren, hat sie wieder angefangen, weiterzuplaudern. Sie zeigt uns jetzt auch nochmal deutlicher, was sie mag und was nicht.

Mein Mann meinte neulich: „Der Tag kann noch so doof gewesen sein, wenn er heimkommt und Hope sieht, ist alles wieder gut!“ Das kann ich so nur unterschreiben. Abends lieg ich oft noch im Bett und schau sie an und bin ganz bewusst dankbar und glücklich über unser kleines Wunder. Dieses eigenständige Menschlein, das da neben mir liegt.

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