Uns geht´s gut

Man hört ja immer, dass zu Hause alles besser ist als im Krankenhaus und dass im Krankenhaus jeder zum Stillen was anderes sagt (- ja, ich erinner mich: es ist kein babyfreundlich/stillfreundlich-zertifiziertes Krankenhaus :-)): Es ist tatsächlich genauso gewesen!

Hope trank die ersten paar Tage recht schlecht. Sie war immer kaum wach zu kriegen. Trotz ausziehen, massieren etc. Kaum war sie an der Brust, schlief sie wieder ein. Das machte uns natürlich Sorgen, v.a. da der Blutzuckerwert am Anfang auch noch zu niedrig war. Und natürlich sollte die Milchproduktion in Gang kommen.

Jede Schwester erzählte uns was anderes: Sie haben tolle Brustwarzen, Sie brauchen ein Stillhütchen. Die Nachtschwester meinte sogar ich solle abpumpen. Hab ich dann einmal gemacht und es ihr mit der Spritze gefüttert. In der Nacht drauf hab ich mich geweigert. Mit viel Geduld und Stillhütchen hat’s dann letztlich auch so geklappt. Aber oft ist sie nach zwei Minuten an der Brust einfach wieder eingepennt.

Montag Abend durften wir dann nach Hause. (Es musste noch 72h nach der Geburt Temperatur gemessen werden wegen viel Zeit zwischen Blasensprung und Geburt.) Die Hebamme kam noch vorbei und das entspannte uns sehr.

Die erste Nacht zu Hause war genauso aufregend wie die erste Nacht mit ihr überhaupt. Ständig hab ich geschaut, ob sie atmet und ob’s ihr gut geht. Ich hatte die ganze Nacht meinen Finger an ihrer Hand zum testen.

Aber sie schläft nach wie vor gut im Beistellbett. Das ist sehr erleichternd. Denn in unserem Bett hätt ich Angst mit der weichen Matratze und den ganzen Decken. Auch wenn sie beim Stillen im Liegen schon etwas länger hier liegt und ich auch mal einschlafe dabei.

Ab Dienstag war Hope dann auch wacher. Sie holte die nächsten Tage nach, was sie in der Klinik verpasst hatte und kam teilweise stündlich. Dank Milcheinschuss und Ruhe hat dann auch das Stillen ohne Hütchen recht schnell geklappt. Zum Glück. Denn irgendwie fiel das immer runter bzw sie wischte es mit ihrem Händchen weg.

Am Dienstag kam aber auch das Bauchweh. Genauso wie es oft heißt: zwischen 16 Uhr und Mitternacht. An drei Tagen hatten wir in den Abendstunden dann eine Dauernuckel-Session. Das hat sie beruhigt, aber auch nicht langfristig geholfen.

Dafür waren die letzten zwei Tage echt top. Sie trinkt nur alle drei Stunden. In der Nacht hatten wir zwischen Stillbeginn und Stillbeginn auch schon mal 5h und 5,5h! Ich wach dann auf und warte nur darauf, dass sie kommt. Ganz komisch.

Manchmal frag ich mich dann, ob’s ihr schon gut geht, wenn sie so brav ist🤔!

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Sonnenstrahlen #50 und #51

Letzte Woche hatte ich die „Sonnenstrahlen“ glatt vergessen😊. Aber der Eintrag hätte eh nur einen Eintrag enthalten:

HOPE IST DA! 😍❤

Die vergangene Woche war ereignisreich und ich genieße das Wochenbett mit viel Kuscheln!

  • Dass Hope jetzt gut trinkt
  • Dass das Stillen klappt
  • Dass wir auch schon mal 4h am Stück geschlafen haben
  • Dass Hope den besten Papa der Welt hat
  • Die süßen Grimassen beim Aufwachen und nach dem Stillen
  • Zusammen mit meinem Mann – gleichzeitig! – frühstücken
  • Hope ganz nah bei mir

❤😍😘❤

Geburtsbericht Little Hope*

Eher in Stakkato-Form und evtl eher nicht geeignet für Leute, die so etwa dann sehr beschäftigt oder die vor einer Geburt stehen.

Wehen hatte ich ab Donnerstag Nachmittag schön langsam. Um 1 in der Früh am Freitag waren wir dann im Krankenhaus. Wehen hatte ich da im Abstand von fünf Minuten. Dann um 2 Uhr Blasensprung. Wehen im Abstand von 2 min. Und bereits ständig den Drang zu pressen. Muttermund geschwollen. 5cm um ca 7 Uhr in der Früh. Ich dürfe nicht pressen. Ich hab immer wieder gesagt, ich könne das nicht. Ich kann die Wehen nicht so veratmen, dass ich nicht presse.

Ich war irgendwann einfach nur noch fertig, weil ich es nicht so hingekriegt hab, wie ich sollte. Außerdem hatte ich die ganze Zeit Angst. Angst, dass etwas ist. Dass etwas nicht passt. Auch hat mich das ganze doch sehr an Laura erinnert.

Um 15 Uhr immer noch 5cm. Wehentropf. Herztöne schlecht. Kaiserschnitt-Team stand schon um mich rum. Ctg wieder gut. Weiter machen. Nochmal das gleiche zwei Stunden später. Die Hebamme: der Muttermund ist jetzt acht cm offen: weitermachen oder Kaiserschnitt (Vollnarkose)? Es haben dann vier Leute hintereinander meinen Muttermund getastet!

Sie haben mich dann überredet weiter zu machen. Wenn ich eine Spinalanästhesie bekommen dürfte, hätt ich schon um drei Uhr nachmittags aufgehört.

Ich meinte dann, ich mach nur weiter, wenn jetzt jemand da bleibt. Ab 18 Uhr durft ich dann mitpressen. Ne gute Stunde später war das Köpfchen da. Und die Herztöne megaschlecht.

Die Hebamme: Sie muss raus. Jetzt!

Aber ich hatte keine Wehen mehr. Sie haben dann den Tropf voll aufgedreht und dann lagen zwei Leute auf meinen Bauch. Zwei Wehen und eine gefühlte Ewigkeit später war sie da. Beide Wehen wurden durch Bauchmassage angeregt, den so richtig von selber kamen keine mehr. Die Hebamme meinte jedes Mal: Sie muss raus! Jetzt!

Die Schmerzen waren mir sowas von egal. V.a. als die Leute auf meinen Bauch lagen. Ich wollte nur, dass dieses Kind lebt.

Sie hat weder geschrieen noch sich bewegt. Wurde sofort weggebracht und beatmet. Nach zehn Minuten kam die Entwarnung: es geht ihr gut und mein Mann durfte zu ihr. Ich war die ganze Zeit über wie ihn Trance.

Nabelschnur-PH war 7,0. Das ist genau die Grenze. Alles drunter wäre sehr kritisch.

Apgar nach 1, 5 und 10 Minuten: 3,8,10.

Sie kam mit einer Anpassungsstörung zur Welt. Sie hatte sich wohl die Nabelschnur zwischen Arm und Oberkörper eingeklemmt. Aber sie hat sich gut erholt.

Alle weiteren Untersuchungen waren gut.

Es geht uns jetzt gut.

Aber ich glaub, das wird noch etwas dauern, das zu verarbeiten…

Wobei es im Moment echt ok ist. Wir sind seit zwei Tagen zu Hause und gewöhnen uns schön langsam aneinander.

*Ich werde im Blog nicht ihren richtigen Namen nennen.

Little Hope ist da!

Am Freitag, den 7.9. um 19.09 Uhr kam Little Hope* auf die Welt.

3640g

52cm

Die Geburt war lang und anstrengend, aber jetzt geht’s uns gut und in einer halben Stunde dürfen wir heim.

Wir sind sehr glücklich und verlieben uns jeden Tag mehr!

*wir werden ihren richtigen Namen auf dem Blog nicht nennen.

40+3 – es bleibt spannend

Heut Nacht Punkt vier bin ich wieder von ner Wehe aufgewacht. Aber diesmal kamen sie nur alle halbe Stunde und waren auch nicht so stark wie die Nacht davor. Ich würd jetzt mal behaupten, die waren eher nicht muttermundwirksam :-). Und in der Früh raus so um sieben war auch wieder alles vorbei.

Heut untertags hatt ich vielleicht zwei bis drei, wo ich sagen würd, die taten weh.

Jetzt kommt dann noch die Hebamme und bringt mir Globuli vorbei, die unterstützen sollen, dass die Wehen dann auch weitergehen, wenn sie wieder kommen.

Ansonsten haben wir morgen nen Termin im Krankenhaus zur Kontrolle. Wir sollen Zeit mitbringen, da recht viel los sei. Nun ja. Ich könnt mir ja vorstellen, dass die dann einleiten. Bin gespannt.

Vielleicht macht sie sich ja vorher noch auf den Weg…

40+2 – schön langsam?!

Noch ist sie drin😊.

Heute Nacht hatte ich mal ne Zeit lang Wehen. So von 4 Uhr bis halb sieben. So alle 10-15 min. Die Wehen selber dauerten aber nur so 5-10 Sekunden.

Das tat diesmal zum ersten mal richtig weh und umfasste sowohl unteren Rücken wie auch Bauch. Ich musst mich schon konzentrieren und schlafen konnte ich auch nicht.

Aber ich dacht mir auch: wenn das jetzt schon so weh tut. Wie wird das dann erst noch werden?🙈

Ich glaub, ich bin eine Schmerzen-Memme🙃.

Nun ja.

Die Hebamme hat dann zufällig noch angerufen (in zwei Tagen ist Übergabe – dann ist die andere zuständig.) Sie meinte, wenn das nochmal so sei, solle ich anrufen. Dann empfiehlt sie mir noch was Homöopathisches…

Heut Nachmittag war dann der Termin bei der Ärztin: ctg gut, Versorgung gut. Fruchtwasser noch weniger (Und ich hab jetzt echt viel getrunken die letzten Tage!). Plazenta eher verkalkt. Alles okay für 40+2 und nicht besorgniserregend. Aber es sei trotzdem Zeit, dass sie sich auf den Weg mache. Ah ja.

Aber: die Wehen heut Nacht scheinen was gebracht zu haben: der Muttermund ist 1-2cm offen.

Tagsüber hatte ich bisher keine einzige Wehe mehr. Jetzt hoff ich mal, dass es heut Nacht weiter geht…

Ansonsten Freitag zur Kontrolle in die Klinik.

Dann halt weiter genäht…

Nachdem sich auch in der 40. SSW nichts tat und es keinerlei Anzeichen von Wehen o.ä. gab, war ich zunächst etwas genervt und hab dann aber zumindest phasenweise weiter genäht. (Leider musste meine Overlock gerade zur Inspektion, da ständig die Nadeln abbrachen. So hab ich nach langer Zeit wieder mal Jersey mit der normalen Maschine genäht. Geht auch. Aber eine Overlock ist schon eine sehr tolle Sache :-)).

Ich glaub unser Kind hat recht viel Kleidung in 56 und 62 🙂

An größere Größen trau ich mich grad noch nicht ran, da ich nicht weiß, was sich als praktisch herausstellen wird. Oder vielleicht hat unser Kind auch ganz andere Proportionen und die Sachen müssten z.B. enger oder weiter genäht werden, aber vielleicht in der gleichen Länge. (Also z.B. Größe 68, aber halt etwas schmaler oder breiter.)

Deshalb hab ich nochmal einen neuen Stramplerschnitt getestet, der mir bis jetzt eigentlich am besten gefällt (auch aus „Nähen mit Jersey – babyleicht!“). Den hab ich dann noch abgewandelt und eine Hose mit Füßen draus gemacht – wir werden sehen, ob die passt. Und noch eine Pumphose von lybstes.

Außerdem nochmal einen Babyquilt, diesmal hab ich allerdings die Rückseite und die Einfassung aus Wachstuch genäht.

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